AHS Aktion Humane Schule Baden- Württemberg e.V.

Aktuell


 

Einladung zur Mitgliederversammlung der Aktion Humane Schule Baden Württemberg e.V.

 

 

 

 

Am 17.11.2014 von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr, findet bei "Kiss", Tübingerstrasse 15 in Stuttgart unsere jährliche Mitgliederversammlung statt.

 


Die neue Humane Schule Zeitschrift - Mai 2016 mit dem Thema “Langsamer ist schneller - Wege aus dem Burnout” ist erschienen.

Zur Leseprobe geht es hier: >>>

 

  

2016-Mai Cover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Zur Bestellung der Zeitschrift für nur 4,- Euro und weiteren nützlichen Informationsmaterial geht es hier>>>


 

Demokratie muss schon in Kindergarten und Schule eingeübt werden!

 

An der Wahlbeteiligung zum Jugendgemeinderat lässt sich ablesen, wie gut der Schule die Erziehung zu demokratischen Werten gelingt. Eine Wahlbeteiligung von unter 30% sollte alle Beteiligten aufschrecken – allen voran die Schule, die Sozialarbeit und das Elternhaus.

Dass Demokratie die wohlwollende und friedliche Befriedigung von Bedürfnissen und die positive Gestaltung von Beziehungen einschließt – das können Kinder und Jugendliche nur in ihrem Alltag lernen. Dort, wo die Grundwerte einer demokratischen Teilhabe im Alltag nicht eingeübt werden, herrschen Willkür und Gewalt in allen ihren bedrohlichen Schattierungen: Von Vandalismus und Mobbing bis zum Amoklauf, von Familienzwist und Scheidung bis zur Familientragödie.

Den Demokraten in der Weimarer Republik war bewusst, dass man auf der pädagogischen Praxis der Kaiserzeit keine Demokratie aufbauen kann. Die „schwarze Pädagogik“ diente dem Personenkult und den Wachstumsgelüsten des Kaisers, indem sie den Kindern ihre Lebendigkeit, ihren Eigensinn, ihre Neugier und ihr Vertrauen in die Mitmenschen und die eigene Selbständigkeit austreiben wollte. Die Menschenfeindlichkeit, die daraus entsteht, glaubte man in die Aggression gegenüber anderen Völkern umlenken zu können.

Die pädagogische Reformbewegung der Weimarer Zeit wurde von Hitler abgewürgt. Das menschenfeindliche Schulsystem der Kaiserzeit aber wird bis heute von dessen Profiteuren verteidigt.

Die „schwarze Pädagogik“ arbeitet mit der Angst vor Fehlern und dem Verlangen nach Anerkennung. Die Natur hat dem Neugeborenen ein inneres Belohnungssystem mitgegeben: Es lernt Gehen und Sprechen ohne Strafandrohung und ohne Urkunde. Was es braucht, sind Aufgaben, an denen es wachsen kann, eine Gemeinschaft, die Sicherheit gibt, und Vorbilder, an denen es sich orientieren kann.

Wer auf eine geringe Wahlbeteiligung spekuliert oder sich in die Zeiten von Diktatur und Kaiserreich zurücksehnt, kann alles beim Alten belassen. Wer eine Demokratie will, muss sich dafür einsetzen, dass Kinder die Spielregeln einer demokratischen Kultur schon im Kindergarten und in der Schule erlernen.

 

Herzliche Grüsse,

Helga Hohmann

 

Gedanken zur Jugendgemeinderatswahlbeteiligung im Frühjahr 2015

 


 

 

 

Im Dezember ist unsere Zeitung „Die Not mit den Noten“ erschienen.

 

 

 

„Morgen komme ich nicht in die Schule. Ich bin auf den Test nicht vorbereitet und wenn ich den verhaue, dann kann ich meine eins vergessen.“ Das erzählte eine Schülerin im Bus ihrer Freundin. Muss man das Lernen so organisieren, geht es nicht ehrlicher?

Unsere Notengebung ist menschenfeindlich, weil sie Verlierer und einen Lernstoff braucht, den man abprüfen kann. Sie macht den Kampf im Haifischbecken salonfähig, weckt die Sucht nach Anerkennung und die Angst vor Fehlern. Sie stresst die Kinder, indem sie ihr angeborenes Lernsystem unterdrückt und das Ausweichen fördert.

Wer die Lebendigkeit und die Neugier von Kindern erhalten will, der muss sich dafür einsetzen, dass die Noten als Druck und Machtmittel abgeschafft werden und die Kinder sich als Bereicherung erleben können.

Mehr zum Thema erfahren sie in unserer Zeitschrift, Thema: "Die Not mit den Noten" 

 

 


 

Einladung zur Mitgliederversammlung der Aktion Humane Schule Baden Württemberg e.V.

 

Am 25.10.2014 von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr, findet bei "Kiss", Tübingerstrasse 15 in Stuttgart unsere jährliche Mitgliederversammlung statt.

Die offizielle Einladung erfolgt schriftlich.

14.09.2014


 

Einladung zur Bundesklausurtagung

 

Herzliche Einladung zur Herbst- Klausur des AHS- Bundesverbandes vom 10.- 12. Oktober 2014  in Eschau/ Unterfranken.

 

Thema: SCHULE OHNE NOTEN - GEHT DAS?

 

Weiter Informationen finden sie hier: Aktion Humane Schule e.V.

 


 

Unsere neue Zeitschrift zum Thema "Druck in der Schule",

Ausgabe Mai 2014 ist erschienen.... 

 

 

Hier noch mal das Cover und die zweite Seite als download: Ausgabe Mai 2014

 


 

Neujahrsgedanken von Helga Hohmann

 

Im Januar 2014

  

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Aktion Humane Schule!


Allen, die die Aktion Humane Schule Baden Württemberg und mich im letzten Jahr unterstützt haben, möchte ich danke sagen. Es war ein Jahr der Gespräche mit Mitgliedern, Ärzten, Eltern, Erzieherinnen, Großeltern, dem Jugendamtsmitarbeiter, LehrerInnen, Schulleitern, dem Schulrat, Sozialarbeitern, Politikern und ..

Viele Gespräche haben die Frage aufgeworfen:

Was muss geschehen, damit eine kindgerechte Sichtweise als Bereicherung erlebt wird und keine Abwehr auslöst?

 

Ein Beispiel ist die Diskussion über die richtige Rechtschreibmethode. Fachleute und Laien streiten seit Jahrzehnten über die richtige Methode (Anlaut-Tabelle, Lesefibel, ganzheitliche Ansätze usw.). Ein Ende des Streites und die Klagen über unfähige Schüler ist nicht in Sicht.

 

Die Praxis zeigt, nicht die Fachleute und Eltern entscheiden über die richtige Methode, sondern die Kinder. Wenn ein Kind mit der Fibel das Lesen nicht lernt, dann ist es für dieses Kind der falsche Ansatz, und wenn ein Kind mit der Anlaut-Tabelle nicht zurecht kommt, weil es z.B. Probleme mit dem Hören hat, dann braucht es einen anderen Lernweg.

 

Methodenvielfalt während der Unterrichtszeit ist die Lösung. Viele Menschen, die mit dem Frontalunterricht groß geworden sind, können sich Methodenvielfalt im Klassenzimmer nicht vorstellen. Das Nicht Begreifen wird immer noch mit Dummheit gleichgesetzt. „Man kann doch nicht für jedes Kind eine extra Wurst braten!“ Doch man muss! Wenn man Kindern die Freude am Lesen und Schreiben vermitteln und die Leistungsfreude steigern will.

Wenn alle Kinder während der Unterrichtszeit mit einer zu ihnen passenden Methode Lesen und Schreiben lernen sollen, dann gibt es viele Herausforderungen, die gelöst werden wollen:

 

Wie können LehrerInnen, die in der Ausbildung nicht auf die Methodenvielfalt vorbereitet wurden, diese anbieten? Was geschieht mit den Menschen, deren Existenzgrundlage die Nachhilfe ist? Werden sie arbeitslos? Kann man sie in den Schulunterricht integrieren? Wie verbringt ein Kind die Zeit, wenn die Nachhilfestunde wegfällt? Wie geht es einem Kind, das die Einzelzuwendung im Nachhilfeunterricht verliert? Was beruhigt Eltern, die sich Vorteile für ihr Kind von der Nachhilfe versprechen?

 

Das Lesen und Schreiben lernen ist nur ein Beispiel und es löst schon so viele Verunsicherungen bei den betroffenen Erwachsenen aus. Kein Wunder, dass Veränderungen so mühsam sind.

 

Für Veränderungen zu werben und die Lehrerinnen und Lehrer zu stärken, die schon einen individuellen Unterricht praktizieren, ist das Ziel der AHS im neuen Jahr.


Ich wünsche Allen Gesundheit, viel Glück und alles Gute für das Jahr 2014.


Herzliche Grüße

Helga Hohmann

 

 

Die Gedanken zum Neuen Jahr downloaden.... AHS Neujahrsbrief_PDF

 


 

Der Weihnachtsbrief des Bundesverbands der Aktion Humane Schule

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Aktion Humane Schule, hier finden Sie den diesjährigen Weihnachtsbrief (PDF) der Aktion Humane Schule e.V. 

Thomas Träbert Bundesgeschäftsstelle

24.12.2013


 

 

 

Die Herbstausgabe der "Humane Schule" ist erschienen!

Zum Thema: Was prägt uns während der Schulzeit?

 

 

Es sind die Beziehungen. Die Beziehungserfahrungen entscheiden, ob wir eine gefestigte Persönlichkeit  werden und erfolgreich durchs Leben gehen. Der Lernstoff, der emotionslos auswendig gelernt wird, bleibt nicht 'hängen'. Trotzdem wird ihm so viel Zeit gewidmet, dass für Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung nur sehr wenig Zeit bleibt.

Ein Gymnasiast meinte:

„Leistung auf dem Gymnasium läuft darauf hinaus, dass man hauptsächlich sein Kurzzeitgedächtnis trainiert und sich mit den Regularien etwas auskennt.  Anspruchsvoller wäre es, wenn verlangt wird, dass man eine eigene Persönlichkeit ausbildet.“ Und: „Wir haben nicht einmal gemerkt, dass wir einen Klassenkameraden gemobbt haben. Erst als er sich besoffen hat und aggressiv wurde, kam heraus, wie sehr ihn unsere Frotzeleien verletzt haben.“

Wenn die Gesellschaft will, dass Kinder lernen, wie man positive Beziehungen gestalten und aufbauen kann, dann braucht die Schule mehr Zeit für Beziehungen und eine Lehrerausbildung, in der Beziehungsdidaktik den gleichen Stellenwert hat wie das Unterrichten.  Ohne Zeit keine Beziehung.

Diese "beziehungslose" Situation wollten LehrerInnen einer Schule nicht mehr hinnehmen. Sie organisierten die Schulstunden um. Heraus kamen zehn Minuten persönliche Zeit pro Woche für jede/n Schüler/in. Diese Maßnahme veränderte das Schüler-Lehrerverhältnis enorm. Es wurde entspannter, vertrauensvoller und viele Probleme können nun bereits im Vorfeld gelöst werden.

Das Thema ist sehr wichtig und wird in der Herbstausgabe der "Humanen Schule" mit dem Titel "Miteinander   – Lernen braucht Beziehung“ behandelt. Besonders weisen wir hier auf die "Zehn Appelle eines 'Problemjugendlichen' an seine Lehrkräfte" hin.

Das Heft  kann bei der Bundesgeschäftsstelle der AHS für 4,- € bestellt werden.

 

(Bestelladresse:  Aktion Humane Schule, Bundesgeschäftsstelle, Rathausplatz 8, 53859 Niederkassel)

 

28.10.2013


 

Die AHS ist im Netzwerk "in einer Schule gemeinsam Lernen".  

Am 28.01.2013 war das letzte Netzwerktreffen.

Mehr zum Netzwerk: http://www.in-einer-schule-gemeinsam-lernen-bw.de

Danach fand am 06.02.2013 die Landespressekonferenz des Netzwerks statt. In dieser Pressekonferenz äußerte sich das Netzwerk zur Umsetzung der Inklusion und des gemeinsamen Lernens in Baden-Württemberg.

Hier noch die Netzwerk-Thesen zur Bildungspolitik vom 06.02.2013 als Download.

 

Die Gemeinschaftsschule ermöglicht:

  • Eine ganzheitliche Bildung mit Herz, Kopf und Hand. Die Gestaltung von Beziehungen ist ein zentrales Anliegen.

  • Andersartigkeit im Alltag als Bereicherung zu erleben, also Vorbeugung gegen Ausländerfeindlichkeit, Extremismus und Rassismus 

  • Individuelles Lernen, das Eigenverantwortung, Selbstkontrolle, Selbständigkeit und das Lernen miteinander und voneinander in den Mittelpunkt stellt. Lernen im Unterricht anstatt in der Nachhilfe

  • Die Motivation durch den eigenen Erfolg (wie bei den Babies) und nicht durch Konkurrenz, Eifersucht und Neid

  • Eine gute Basis für eine Wirtschaft mit vielen Fachleuten und Spezialisten, die auf zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Respekt, Fairness, Verständnis und Wohlwollen angewiesen ist.

Die Gemeinschaftsschule entspricht dem Prinzip der christlichen Nächstenliebe. „Dienet einander mit den Gaben, die ihr empfangen habt“. Deshalb ist es mir schleierhaft, warum von Menschen, die sich der christlichen Kultur verbunden fühlen, so viel Ablehnung ausgeht?

Die Gehirnforschung befürwortet das Konzept der Gemeinschaftsschule. Ist das Elitegefühl wichtiger als das Wohl der Kinder?

 

Helga Hohmann

Landesvorsitzende der Aktion Humane Schule BW e.V.

Korb, der 07.02.2013


 

Neujahrsgedanken von Helga Hohmann

 

Januar 2013 

Liebe Mitglieder und Freunde der Aktion Humane, 

für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und ihrer Familie ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr 2013. 

Ein Jahr mit Veränderungen liegt hinter uns. Im Juni übernahm ich den Vorsitz von Dr. Hans-Peter Waldrich. Wenige Wochen später verstarb unsere Schatzmeisterin Gudrun Pfitzer und im November übernahm Kathrin Schütt die Pflege der Homepage von Matthias Brunner. 

Seit über 20 Jahren engagiere ich mich für die AHS. Ihre Forderung, sich am Kind zu orientieren, ist notwendiger denn je. 

Mobbing, Komasaufen, Vandalismus, Amoklauf und tödlicher Messerstich sind Reaktionen auf eine Erziehung, die nicht zur Eigenverantwortung, Selbständigkeit und einem guten Miteinander geführt haben. 

Es ist an der Zeit, dass diese schockierenden Reaktionen unserer Kinder in der Öffentlichkeit als Beziehungsstörungen, Überlebensstrategien oder mangelnde Herzensbildung wahrgenommen werden. 

Die AHS legt ihren Schwerpunkt auf die Frage: Welche Beziehungsmuster und Überlebensstrategien vermittelt die Schule? Stehen Selbständigkeit, Eigenverantwortung und das Miteinander im Mittelpunkt, oder die reine Wissensvermittlung? Bedeutet Bildung das Lernen mit Hand, Herz und Kopf oder ist das verkopfte Lernen erstrebenswert und elitär? 

Der Einfluss auf die Politik wird mitentscheiden, wie die Bildungslandschaft in Zukunft aussehen wird und welche Schwerpunkte in der Lehrerausbildung und Fortbildung gesetzt werden. 

Die AHS blickt positiv in die Zukunft. Sie verstärkt in diesem Jahr den Austausch mit Eltern, Elternvertretungen, LehrerInnen und ihren Vertretungen, Politikern, Verbänden sowie den Kontakt zu Schülern. Der Arbeitskreis in Stuttgart will aktiver werden und freut sich über neue Mitglieder. Behilflich ist die AHS bei der Gründung von neuen Arbeitskreisen, der Vermittlung von Referenten für Veranstaltungen und sonstigen Fragen zur Schule. Am 16. Januar ist die nächste Vorstandssitzung. Über Anregungen freuen wir uns. 

Mischen wir uns verstärkt ein, damit alle Kinder Anspruch auf eine ganzheitliche Bildung bekommen und in der Schule Überlebensstrategien lernen, die ein friedliches Miteinander ermöglichen. 

Mit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2013

Helga Hohmann

 


 

09.12.2012

Verschieden sind wir sowiso, das ist der Themenschwerpunkt des Novemberheftes der "Humane Schule" S.11 Eine Schule für Alle von Elmar Pickelmann

 

EINE Schule für ALLE !

„Jeder soll sich mit seinen Stärken und Schwächen angenommen, aber auch gefördert erleben."

Auf der Suche nach einem Land, das unsere Vorstellungen von Schule in die Praxis umgesetzt hat, haben wir – sozusagen vor unserer Haustür – die deutschen Schulen in Südtirol entdeckt. Vom 3.-4. November 2011 besuchte eine Delegation der GEW des Kreisverbands Nürnberg das Deutsche Pädagogische Institut in Bozen und den Schulsprengel Leifers bei Bozen.

Alle Schüler bleiben bis zur 8. Klasse beisammen. Der anschließende Besuch der 5jährigen Oberschule hängt nur vom Bestehen der Abschlussprüfung der 8. Klasse, nicht von den erzielten Bewertungen ab. Schüler und Eltern können sich aber auch für eine Vollzeitfachschule oder eine Ausbildung im dualen System in einem Betrieb plus Berufsschule entscheiden. Aus jedem Zweig kann man den Hochschulzugang erreichen.

Im Südtiroler Schulsystem gibt es keine Sonderschulen mehr. Jedes Kind mit „besonderen Bedürfnissen" wird nach einer freiwillig erfolgten Funktionsdiagnose zusammen mit den anderen Schülern unterrichtet und durch individuelle Förderpläne, Fördermaßnahmen und speziell ausgebildete Lehrer, die mit dem Klassenlehrer im Team arbeiten, unterstützt. „Ich bin stolz in einem Land zu leben, wo Schüler mit Behinderung von ihren normalen Mitschülern lernen und umgekehrt.", heißt es in Südtirol.

Das Bewertungssystem geht von der Individualität jedes Kindes aus und versucht, Angebote und Anforderungen an diese anzupassen. Eine vermeintlich objektive allgemeine Bewertung gibt es demzufolge nicht.

Südtirol lässt sich gute Lernbedingungen etwas kosten: Lehrer-Schüler-Relation 1:8, keine Klasse über 25, durchaus auch Klassen mit nur 8 Kindern, in einer Klasse mit behinderten Kindern Obergrenze 20 Schüler und nicht mehr als höchstens 4 Kinder mit Behinderung, offener Unterricht mit entsprechenden Lernmaterialien, altersgemischte Gruppen, moderne, anregende Lern-umgebung, Anleitung zu selbständigem Lernen, Ermutigung – nicht Angst, Entwicklung der fachlichen und sozialen Fähigkeiten als gleich wichtig angesehen.

Die Lehrkräfte bekommen Planungs- und Teamzeiten auf ihre Arbeitszeit angerechnet. Ein reiches Fortbildungsangebot steht ihnen zur Verfügung, kostenlose Supervision wird angeboten. Allerdings liegt ihre Bezahlung nicht so hoch wie die der Lehrer in Deutschland.

Was macht die Südtiroler Schulen so erfolgreich? Bei PISA 2003 erreichten sie im Leseverstehen und in Mathematik und Naturwissenschaften finnische Werte! Viele Elemente tragen zum Erfolg bei, aber wesentlich erscheint doch eine Schulkultur, die das einzelne Kind achtet, seine Persönlichkeit wertschätzt und die Stärken des einzelnen fördert. Zum Lernen wird ermutigt, nicht durch negative Rückmeldungen Angst gemacht.

AHS Praxistipp: Index für Inklusion: www.inklusionspaedagogik.de mehr dazu im Novemberheft 2012. Zu bestellen über: info@ahs-bw.de

 

  


 

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